Bücher oder E-Reader – was ist ökologischer?

Durch die aktuelle Lage haben wir viel Zeit zum Lesen und dadurch, dass es derzeit nicht möglich ist, sich in der Buchhandlung ein Buch zu kaufen, hat der ein oder andere bestimmt schon mal über einen sogenannten E-Reader nachgedacht. Wäre dieser vielleicht sogar die ökologischere Variante?
Hierzu gibt es unzählige Studien, welche jedoch nie so recht zu einer Antwort kommen, denn das Leseverhalten ist ein bedeutender Faktor, den man auf jeden Fall beachten sollte.

Schauen wir zunächst auf die Herstellung, denn diese spielt bei beiden Varianten die größte Rolle. Bei der Produktion eines Buches wird etwa ein Kilogramm CO2 freigesetzt. Dazu muss man sagen, dass die Produktion von Büchern in den letzten Jahren schon deutlich umweltfreundlicher geworden ist, allerdings bezieht sich diese Zahl auf die Herstellung von Büchern aus Recyclingpapier.

Auch eine sehr interessante Frage ist, wie viele Bäume man für ein Buch fällen muss. Bei dieser Frage ist es fast schon klar, dass man keine genaue Antwort bekommen kann, da es ganz auf die Seitenanzahl des Buches und die Größe des Baumes ankommt. Doch im Durchschnitt kann man aus einem Baum etwa 100.000 DIN A4 Seiten herstellen. Das Positive an den Büchern ist, dass sie viele Jahre halten, man sie weiterverkaufen und recyceln kann. Aus alten Büchern können und werden auch neue Bücher oder Zeitungen gedruckt. Holz ist außerdem ein nachwachsender Rohstoff und benötigt keine Sprengungen oder gefährliche Minenarbeit, wie es die Rohstoffe für den E-Reader erfordern.
Damit zur Produktion der E-Reader. Eine klare Angabe zur CO2 Freisetzung kann man schwer finden, da jede Studie etwas anderes sagt. In etwa verbraucht ein E-Reader etwa 10-24 Kilogramm CO2. Dazu kommt, dass oft nach ungefähr zwei oder drei Jahren die Geräte defekt oder veraltet sind und durch neuere ausgetauscht werden.

In einem E-Reader sind mehrere wertvolle und seltene Metalle verbaut, darunter Kupfer, Silber, Gold und Palladium. Doch der Abbau dieser Rohstoffe zieht Folgen wie die Freisetzung von Giften mit sich. Das größte Problem aber ist, dass diese Arbeit immer noch in einigen Ländern von Kindern gemacht wird. 
Die Technologie des Bildschirms eines E-Readers ist insofern besonders, als dass die meisten keinen LCD Bildschirm haben, so wie er bei Tablets, Smartphones und Computern verwendet wird. Bei einem E-Reader wird meist „elektronisches Papier“ verwendet auch „E-Ink“ genannt. Der Bildschirm an sich braucht keinen Strom, um zu leuchten und den Text anzuzeigen, er braucht nur Strom zum Umblättern der Seite. Unter dem Bildschirm befinden sich nämlich weiße und schwarze Mikrokapseln. Diese werden von der Oberfläche angezogen oder abgestoßen, so entsteht der Text.

Will man nun ein Fazit ziehen, muss man, wie am Anfang schon angesprochen, das Leseverhalten einbeziehen, es spielt die entscheidende Rolle. Denn ein E-Reader mit „E-Ink“ benötigt so viel Energie wie ungefähr 24,98 Bücher aus Recyclingpapier. Bei einem E-Reader mit einem LCD Bildschirm erhöht sich die Zahl auf bis zu 31,3 Bücher. Wenn man also viel liest und den E-Reader länger als zwei Jahre nutzt, ist dieser die ökologischere Variante. Wenn man jedoch weniger als 10 Bücher im Jahr liest, lohnt sich der E-Reader auf keinen Fall. 

Natürlich muss letztendlich jeder selbst für sich schauen, was ihm besser gefällt. Manch einer schätzt es mehr, ein festes Buch mit dem klassischen „Büchergeruch“ in der Hand zu halten. Ein anderer mag es lieber, viele Bücher in einem kleinen Gerät bei sich zu haben. Wer Vielleser ist, aber unter keinen Umständen Kinderarbeit unterstützen will, für den wird die ethische Entscheidung Vorrang vor ökologischen Gründen haben. 

 Von Emma P.

Coronavirus. Wie gefährlich ist er?

Der im Dezember 2019 ausgebrochene Virus sorgt derzeit für reichlich Aufruhr. Mittlerweile hat sich der Coronavirus weltweit verbreitet, insgesamt 74 Länder sind betroffen, davon 33 in Europa.  Doch was ist der Coronavirus eigentlich und wie gefährlich ist er für uns? 

Das Virus gehört zu der Familie der sogenannten Coronaidea. Einige dieser Viren lösen nur einen harmlosen Schnupfen aus, andere jedoch verursachen stärkere Krankheiten, wie in dem jetzigen Fall von SARS-CoV-2. Es kann hohes Fieber, Husten und im schlimmen Fall eine Lungenentzündung auslösen.

Wie steckt man sich an?  Das Coronavirus breitet sich per Tröpfcheninfektion aus. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute geschehen, zum Beispiel beim Niesen, aber auch indirekt über Hände, welche dann mit der Mund-, Nasen- oder Augenschleimhaut in Kontakt gebracht werden.   

Aktuell sind in Deutschland offiziell 847 Menschen von dem Coronavirus befallen, davon 182 in Baden-Württemberg (Stand 8.3. – neuer Stand vom 19.3: BW: 1600 BRD: 12000).  Aber wie gefährlich ist das Virus nun für uns?  In den Medien spricht man von zahlreichen Todesfällen, „wissenschaftlichen Studien zufolge verlaufen jedoch 80% der Erkrankungen milde“ (stuttgart.de). Die Todesrate liegt nach aktuellem Stand geschätzt bei 0,3% – 0,7% weltweit. Bei Menschen unter 39 Jahren sogar nur bei 0,2%. Jedoch gibt es zu wenig Fälle, um sie genau zu berechnen. Sehr wahrscheinlich wird die Rate noch mehr sinken, da die Dunkelziffer der Ansteckungen noch hoch ist. Bei einer „gewöhnlichen“ Grippe liegt die Todesrate bei 0,2%-0,3% weltweit, also nicht viel weniger. 

Gefährlich wird der Virus bei älteren, immunschwachen Menschen. Für sie könnte die Krankheit viel schwieriger verlaufen und schneller tödlich enden. 

Doch trotz allem muss man aktuell nicht in Panik ausbrechen. Auch die sogenannten Hamsterkäufe kann man erst einmal unterlassen, denn diese lösen kein Problem, sondern schaffen eines. Denn wer einkaufen geht und vor leeren Regalen steht, neigt selbst zum Großeinkauf. Bei Lebensmittelwaren wird es so schnell nicht zum Engpass kommen. 

Schlimmer ist es bei Produkten aus dem medizinischen Bereich: Einmalhandschuhe, Mundschutze und Desinfektionsmittel. Diese Produkte sind in den wenigsten Läden noch verfügbar. Dabei sind sie gegen die Abwehr des Coronavirus nicht einmal von großem Nutzen. Anstatt Desinfektionsmittel reicht auch regelmäßiges Händewaschen mit Seife. Mundschutze ohne besonderen Filter sind auch nicht besonders wirksam, da sie nach kurzer Zeit durchlässig werden. 

Doch für den medizinischen Gebrauch sind diese Utensilien unverzichtbar. Deswegen sollte man auf den übermäßigen Einkauf verzichten, damit es nicht zu Engpässen in medizinischen Einrichtungen kommt.

Darum ist es aktuell einfach geboten, sich regelmäßig die Hände zu waschen, sie aus dem Gesicht fernzuhalten und nahen Kontakt zu anderen Menschen und Großveranstaltungen zu meiden. Nicht nur, um sich selbst zu schützen, sondern um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und einzudämmen. (Dazu nächstes Mal mehr) 

Von Emma P.