70s Flower Power like a shower

“HaHaHaHa staying alive, staying alive, HaHaHaHa staying Aliiiiiiiiiiive” Bee Gees

Disco-Fieber, Tanzschuhe, Schlaghosen in grellen Farben.
Die 70er sind geprägt von der Entstehung des „Disco Beats“, der seinen Ursprung in New York fand mit Stars wie Donna Summer, die Bee Gees und Bonney M.

Die Menschen stürzten sich in die Welt der bunten Lichter und der sich drehenden Discokugel. Was ganz wichtig war: unbedingt einen „Hingucker“ erzielen! Das war das Ziel einer jeden Party, denn man muss sich das so vorstellen, dass jeder in der Disco eine gute Figur abgeben wollte. Der Hauptgrund in eine Disco zu gehen, war nicht zu trinken, sondern zu tanzen und das mal wild, mal in Formation. Line Dance war hoch angesagt und wer da herausstach, war der Star jeder Party.

Wir kennen aus den 70ern vor allem: Die Schlaghosen für Männer. Gerne in Weiß oder Orange, mit dazu passenden Leo-Print Hemden und Halstücher und Goldkettchen.
Bei den Damen: Pailletten-Kleider in Silber, Gold oder Rot, die größten Ohrringe, die man sich nur ans Ohr hängen kann und immer hohe Schuhe. Sehr populär waren auch Hosenanzüge aus Cord mit Schlagbein, dazu eine große Sonnenbrille und ein Haarband. Die ersten Jeans für Frauen kamen auf den Markt und diese wurden bis zum Bauchnabel gezogen (kennen wir irgendwo her :)).

Die schwedische Band ABBA legte mit ihrem Glitter Trend auch nochmal gründlich nach: Hohe Stiefel mit Block-Absatz  auch für die Männer und die Augen mussten ordentlich geschminkt sein. Outfits bei denen wir denken „ist für Fasching vielleicht ganz lustig“, haben diese Ikonen mit Stolz getragen und hinterließen damit einen richtigen Trend auf der ganzen Welt.

Die 70er waren voller Power, Disco Fever und machen gute Laune, was man daran merkt, dass man – immer wenn man einen 70s Song hört – sich direkt dabei erwischt, wie man entweder mitsingt oder es in den Beinen kribbelt, mitzumachen.

SIXTIES BABY!

R.E.S.P.E.CT
All I’m askin’ is for a little respect when you come home“  Aretha Franklin 

Ja, was Aretha Franklin in diesem Song erzählt, beschreibt perfekt die Revolution der Frauen in den 60er Jahren. Noch in den 50er Jahren (Wirtschaftswunderjahre) hatte man eine starre Vorstellung, wie die Rollenverteilung zu sein hatte: Der Mann geht arbeiten und die Frau steht umsorgend und hübsch an seiner Seite und verschönert ihm den Alltag so gut wie möglich. Die Kinder der 60er Jahre hatten vor allem ein Ziel: „ Ja nicht so prüde und elitär sein wie unsere Eltern“. Das zeigte sich vor allem in der Mode. Frauen fingen an sich zu emanzipieren, die Hippies erlangten dann endlich ihren ersehnten Platz in der Gesellschaft, radikale Studenten kämpften für mehr Bürgerrechte und Freiheit. 

Anders sein um jeden Preis war das Machtwort der Frauen aus den 60ern. Es entstand der wilde „Priel“-Print (starke, grelle Farben und ein wildes Blumenmuster), der Minirock provozierte Aufschreie in der sonst so steifen Gesellschaft, Frauen in Hosen und Anzügen wurden „in“ und populär und die ersten Shorts kamen in die Modezeitschriften. Steife und wadenlange Kleider waren „out“, die perfekten Locken, mit denen man wie aus dem Ei gepellt aussah und die immer perfekten roten Nägel wurden verpönt.

Die Frauen der 60er waren wild und frei und das sah man vor allem an ihren Outfits. Die Hippies lagen gerne mit einer „Tüte“  im Gras in den Stadtparks, in Karottenhosen (eine noch weitere Form der jetzigen Schlaghose) und Häkeltops, die gerade mal das Wichtigste verdeckten, dazu die runde Sonnenbrille und das Batik Stirnband. Die schicken Mädels trugen einen Minirock, am besten in Rosa, hohe Stiefel und ein Frottee-Top, das Schulternzeigen zuließ. 

Auch sie wollten die Blicke der Männer herausfordern, endlich frei sein und stolz ihre Beine zur Schau stellen und davon auch noch zwei! Man war zufrieden, wenn Mutti und Vati am Frühstückstisch sich fast verschluckten, wenn das Töchterchen morgens aus dem Bad kam und riefen „ Willst du dir heute auch noch etwas anziehen?“    

Wir können diesen mutigen Frauen dankbar sein, dass wir heute bauchfrei und beinlang im Minirock herumlaufen dürfen, sie haben uns diesen Pfad frei getrampelt! Was uns heute noch von diesen Modetrends geblieben ist, sind: Der Minirock, die Hosen, die gerade wiederkommenden Häkeltops und – dem Himmel sei Dank – Bikinis und die BobMarley-Sonnenbrillen.