Feminismus – Was ist das eigentlich genau?

Ein Beitrag zur Begriffsklärung
Da es oft Missverständnisse gibt über den Begriff Feminismus und darüber, was es bedeutet, ein/e Feminist/in zu sein, hier eine kurze Definition dazu:
Der Begriff Feminismus stammt aus einer Zeit, in der der Kampf der Gleichberechtigung der Geschlechter zum allergrößten Teil von Frauen ausging und er leitet sich von dem lateinischen Wort femina (= Frau) ab. Erstmals entstand er Ende des 19. Jahrhunderts und setzte sich 1968 als internationaler Leitbegriff durch. Feminismus bedeutet also die Forderung nach sozialer, politischer und wirtschaftlicher Gleichstellung der Geschlechter. Es geht darum, dass Männer in unserer Gesellschaft immer noch häufig priorisiert werden und es ungesunde Stereotypen gibt, worunter Frauen, aber auch Männer leiden.
So gibt es Lohn- und Gehaltsunterschiede, bei denen die Frauen im Nachteil sind, Berufschancen für Frauen sind in vielen Bereichen schlechter, aber auch, was weniger oft beachtet wird: Produkte für Frauen sind oft deutlich teurer als das männliche Pendant dieses Produkts, um nur ein paar wirtschaftliche Probleme zu nennen. Sexualisierung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen sind zwei weitere große Probleme.
Die Liste geht weiter, doch an dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass der Feminismus auch eindeutig anerkennt, dass oben aufgezählte Probleme auch von Männern erlebt werden und es das Ziel ist, Ungleichbehandlung nicht nur auf Seiten der Frauen, sondern auf beiden Seiten zu beheben.
Ein/e Feminist/in zu sein, bedeutet nicht, dass man das weibliche Geschlecht dem männlichen bevorzugt, sondern ganz einfach, dass man sie einander gleichstellt. Feminismus bedeutet also nicht: Frauen > Männer, sondern: Frauen = Männer. Männer können also ebenso Feministen sein!
Vorstellungen von Sexismus, Misogynie und Antifeminismus stehen somit im totalen Gegensatz zum Feminismus.
Als Feminist/in muss man sich auch nicht automatisch gegen alle gesellschaftlichen Stereotypen und Normen stellen, sondern es bedeutet einfach, dass man als Mensch, egal, als welches Geschlecht man sich identifiziert, die Wahl hat selbst zu entscheiden, wie man leben möchte und dies unabhängig vom Geschlecht frei und ohne Hürden tun kann.
Somit steht Feminismus letztlich nicht nur für die Gleichstellung von Mann und Frau, sondern auch die aller anderen Geschlechter.

Dieses so oft ins Negative gezogene Wort „Feminismus“ hat also eigentlich eine positive Bedeutung. Ich hoffe, ich habe die gröbsten Missverständnisse über diesen Begriff aufklären können!

Elisa Scholpp

Eis – selbst gemacht!

Unser Wetter Thermometer zeigt beinahe täglich 30 Grad. Schon nach wenigen Minuten in der Hitze ist mir oft nach einer kühlen Erfrischung. Was eignet sich denn da besser als ein leckeres selbstgemachtes Eis? Ich zeige euch, wie ihr Fruchteis ganz schnell daheim nachmachen könnt.

Ihr braucht für 4 Portionen:
300g tiefgekühlte Früchte eurer Wahl, 60g Zucker, 60g Sahne.
Je nach Belieben könnt ihr auch etwas mehr Zucker und Sahne dazugeben. Alle Zutaten im Mixer verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. In Schüsseln verteilen und es sich schmecken lassen.

Außerdem könnt ihr ganz einfach aus dem Eis eine leckere Frühstücks-Bowl machen: Gebt die gemixte Früchtemasse in eine Schüssel und verziert sie mit Bananen, Erdbeeren, Honig, Nüssen etc. …

Viel Spaß bei Nachmachen und guten Appetit!
Amelina Schneck

Online Schooling – ein Rückblick

Wir befinden uns im Jahr 2021.
Nach dem Lockdown ist vermutlich jeder Schülerin und jeder Lehrerin schon mit dem Homeschooling in Kontakt gekommen. Diese Zeit ist jetzt nun erstmal zu Ende und sicherlich nimmt jede*r andere Erfahrungen daraus mit. Denn auf diese neue Situation reagierte jeder Mensch individuell. Für die einen war es ein Segen, doch für die anderen ein Fluch.
So gab es unserer Meinung nach für uns Schüler ein paar Vorteile, aber auch einige Nachteile. Ein toller Vorteil war, dass man länger schlafen konnte, da einem die Fahrt zur Schule erspart blieb. Auch konnte man sich, aus unserer Erfahrung, direkt nach dem Aufstehen, vielleicht auch mal ohne Kleidungswechsel vor den Computer setzen. Oder man blieb einfach direkt im Bett, die Webcam blieb ja meistens aus. Zum Glück konnte so keiner sehen, wie “konzentriert” man mitarbeitete oder was noch so alles neben dem online Unterricht getan wurde.
Doch wenn wir ehrlich sind, wissen wir nicht, ob dies so erstrebenswert ist: Denn durch die viele Zeit vor dem Computer verlor man schnell seinen gewohnten Tagesrhythmus. Es trat das Gefühl auf, dass jeder Tag gleich ist.

Durch die viele Zeit daheim verbrachte man allerdings auch mehr Zeit mit der Familie, was zwar teilweise anstrengend war, wodurch aber auch der Familienzusammenhalt gestärkt werden konnte. Doch leider war dies nicht in allen Familien der Fall. Kindern, die häusliche Gewalt erfuhren, musste die Situation aussichtslos erscheinen, da sie ihrer privaten Hölle, dem eigenen Zuhause nun noch viel schwerer entfliehen konnten.
Durch den reduzierten sozialen Kontakt litten viele an einer großen Einsamkeit, wodurch viel mehr Menschen an schweren psychischen Erkrankungen wie z. B. Depressionen, Ess-Störungen, Angst – und – Zwangsstörungen litten.
Eine große Hilfe hierbei waren und sind unsere treuen Begleiter: die Haustiere. Mit ihnen kann man sich stets entspannen und so kam man auch mehr an die frische Luft.
Durch die kleinen Fellnasen konnte man sich aber auch schnell ablenken lassen, genauso wie durch Nebengeräusche und alltägliche Haushaltssituationen im Homeschooling. Seien es Nebengeräusche wie das Bellen eines Hundes, die Waschmaschine, Handwerker oder auch die Toilettenspülung. Auch der Fakt, dass Essen rund um die Uhr zur Verfügung stand, war nicht gerade konzentrationsfördernd, wie wir aus eigener Erfahrung bestätigen können.
Doch da der Unterricht erfreulicherweise zeitlich verkürzt war, war es trotz der schlechteren Konzentration weniger anstrengend als im Präsenzunterricht. Der Nachteil des verkürzten Unterrichts war allerdings, dass man eine teils riesige Menge an schriftlichen Hausaufgaben zu bearbeiten hatte, was vor allem für die unteren Klassenstufen schwierig war. Viele fühlten sich mit ihren Problemen alleine gelassen und konnten niemals richtig abschalten, da das Netz immer präsent ist und jederzeit eine neue Aufgabe kommen konnte.
Außerdem fehlte viel mündlicher Austausch. Die vielen Sätze, die sonst so nebenbei im Unterricht fallen, gingen im Online-Unterricht verloren. Auch ein großer Teil der Klassengemeinschaft ging so verloren, oft wusste man nicht, wie es der Person hinter den angezeigten Namen wirklich ging. So wirkte vieles unpersönlich und distanziert. 
Auf der anderen Seite konnten Referate, die vorher im Klassenzimmer gehalten wurden, jetzt mit eingefügten Videos und Bildern lebhafter gestaltet werden, was sie noch interessanter machte.
Die tägliche Arbeit am Computer brachte einen oft mit technischen Problemen an seine Grenzen, doch mit zunehmender Geschicklichkeit ließ man sich davon immer weniger unterkriegen. Einer unserer Lehrer sagte einmal: „Der Computer ist dafür da, die Probleme zu lösen, die man ohne ihn nicht hätte.“ Wir finden, dass er damit den Nagel auf den Kopf getroffen hat!
Auf der anderen Seite müssen wir natürlich den Umgang mit den Medien lernen, sie werden zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Auch wenn der Online-Unterricht nicht immer einfach war, haben wir ihn hinter uns gebracht. Wir sind an unsere Grenzen gestoßen, aber auch daran gewachsen und haben, ohne es richtig zu merken, neue Lebenserfahrung gesammelt. Diese Erfahrung wird sich sicher noch im Laufe unseres Lebens auszahlen.

Kashaya Schalek & Amelina Schneck

Glück

Oft ist es in meinem Leben so, dass ich in dem ganzen Alltagsstress vergesse, was mich glücklich macht. Es sind die kleinen Dinge, die mich glücklich machen: Blumen, die frische Luft, einen heiße Tasse Tee, ein nettes Wort, die Sonne, die mein Gesicht anstrahlt und mir damit ein Lächeln in das Gesicht zaubert, ein Treffen mit meinen Freunden, die funkelnden Sterne abends, Yoga, der Duft nach frisch gemähtem Rasen und Sommerregen. Diese simplen Dinge nehme ich aber leider oft wegen dem ganzen Alltagsstress schlichtweg nicht wahr. Ich nehme mir in diesem Moment nicht die Zeit, einmal durchzuatmen und sie zu genießen, denn so viele Verpflichtungen, die ich habe, müssen erfüllt werden.

Dann komme ich immer wieder an einen Punkt, wo ich mich frage: „Was machst du!?“ In diesem Moment fällt mir meine Umgebung wieder aktiver auf. Kleinigkeiten wie Blumen am Straßenrand. Und dann frage ich mich, was so wichtig sein kann, dass es mich davon abhält, die Dinge zu genießen, die mich glücklich machen.

Es gibt so viele Dinge, die einen ablenken und einen davon abhalten, sein Glück zu ergreifen. Bei mir ist es oft mein Handy. Ich weiß ganz genau, dass ich noch viel zu erledigen habe, doch die „Sozialen Medien“ sind dann in diesem Moment „wichtiger“. Auch wenn dieser Fall nicht allzu oft bei mir vorkommt, helfen mir gewisse selbsterstellte Regeln, mich auf die Dinge zu fokussieren, die ich gerade zum Glücklichsein brauche. So nehme ich z.B, wenn ich mit der Familie spazieren gehe, mein Handy nicht mit. Wenn ich doch mit dem Handy unterwegs bin, versuche ich es so wenig wie möglich zu benutzen. Auch helfen mir Zeitbegrenzungen, die man meistens in der beliebigen App, wie gewünscht einstellen kann. Damit funktioniert die „Internetkontrolle“ ganz gut.

Obwohl ich versuche das Glück mehr in den Vordergrund meines Lebens zu stellen, habe ich auch Wochen, an denen mir Glücklichsein nicht so gut gelingen will. Bei mir kann das situationsbedingt sein, aber es kann auch einfach an dem Zeitpunkt liegen. Was ich dann nicht mache, ist, mich unter Druck zu setzen, denn das bewirkt bei mir, dass ich unglücklich werde. Ich setze mich irgendwo an die frische Luft und klopfe mir mal selber auf die Schulter. Denn wenn man sich überlegt, wie viel man schon als Schüler leisten muss, ist der Schulterklopfer meiner Meinung nach durchaus berechtigt. So verschwindet unterschiedlich schnell dieses Gefühl von Überforderung, und ich kann mich wieder mit neuem Glücksgefühl an die Arbeit machen.
Während des Schreibens habe ich mich gefragt, woher dieses Glücksgefühl kommt? So habe ich ein bisschen angefangen zu recherchieren. Hier eine kleine Erklärung:

Glück entsteht im Gehirn. Dort haben wir Zellen, man nennt diese „Glückszellen“ auch Neuronen, diese nehmen elektrische Signale auf und leiten sie weiter. Wenn uns etwas Gutes passiert oder wir etwas machen, was uns Spaß macht, werden von dem Belohnungszentrum Glückshormone „abgeschickt“. Diese sind sehr gesund und wichtig für unseren Körper.

Als Schluss möchte ich noch etwas ergänzen. Ein Leben lang nur glücklich sein kann niemand. Phasen zu haben, in denen man vielleicht auch nicht glücklich sein möchte, sind völlig normal. Manchmal muss man auch über etwas trauern und kann deswegen nicht glücklich sein. Doch während des Redens lösen sich meistens die Probleme von alleine, da man zusammen Lösungen findet. Mein Motto ist deshalb: Hinfallen, aufstehen Krone richten und weitermachen.

Amelina Schneck

Black Lives Matter

(Teil II)

Black Lives Matter ist nicht allein auf die Unterdrückung Schwarzer in den USA und Europa bezogen. In Nigeria passieren momentan Dinge, von denen nur wenig gesprochen wird. Die Polizei-Einheit „SARS“ (= Special Anti Robbery Squad), die ursprünglich im Jahre 1984 gegründet wurde, um die Diebstahl- sowie Entführungsquote zu senken, hat dieses Ziel zwar erreicht, aber selbst genau die gleichen Verbrechen ebenso begangen. In den letzten Jahren sollen die Aktionen dieser Gruppe außer Kontrolle geraten sein, fast jeder in Nigeria machte schlimme Erfahrungen mit ihnen, mit vielen Arten des Missbrauchs, mit Folter und sogar Mord. Es ist schwer, hier den Zusammenhang mit Black Lives Matter sofort zu erkennen, da die Mitglieder der SARS, die Unterdrücker, in diesem Fall auch schwarz sind, doch wird dies einem kurz erläutert, ist es eigentlich sofort verständlich: Black Lives Matter kämpft nicht nur gegen die Unterdrückung schwarzer Menschen durch weiße, es geht also nicht nur um Rassismus, sondern ursprünglich wurde die Bewegung gegründet, um auf genau das aufmerksam zu machen und dagegen zu kämpfen, was hier der Fall ist: das Töten unschuldiger schwarzer Menschen. Das ist ja gemeint: Das Leid schwarzer Menschen soll zählen – weltweit. Der SARS rechtfertigte all diese Angriffe und Gewalttaten an den Menschen mit deren Aussehen! Sie trugen entweder ein auffälligeres T-Shirt als andere, hatten ein iPhone oder es lag an ihrem Beruf: sie arbeiteten in der Technik-Industrie oder Ähnlichem. Für uns völlig normale Dinge, doch in den Augen der SARS alles Hinweise auf Kriminalität, was natürlich irrwitzig ist. All dies kam durch eine Klage und ein Video ans Licht, worauf heftige Proteste vor allem in Lagos stattfanden und das Hashtag #EndSARS im Internet über Afrika, Europa und die USA seine Runden drehte.

Am 29. März 2021 begann der Gerichtsprozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin, zehn Monate nachdem er George Floyd ermordet hatte, dessen Tod diese Bewegung erst wirklich ausgelöst hat. Chauvin wurde wegen Mordes zweiten und dritten Grades angeklagt ist, sowie wegen Totschlags zweiten Grades. Er wurde in all diesen Punkten am 20. April schuldig gesprochen. 

Weitere Tode unschuldiger schwarzer Menschen durch Polizeigewalt, wie beispielsweise Daunte Wright und Ma‘Khia Bryant und leider vielen weiteren, führen in den USA und anderen Teilen der Welt immer noch des öfteren zu Protesten, wenn auch unglücklicherweise nicht mehr so oft wie letztes Jahr.

Viele erhoffen sich nun mit der neuen Präsidentschaft von Joe Biden und der Vize-Präsidentschaft von Kamala Harris eine Änderung dieser furchtbaren Lage, in der sich vor allem Schwarze in den USA momentan befinden, aber auch viele andere Menschen, die aufgrund von Aussehen, Hautfarbe, Sexualität, Identität, Auftreten, Geschlecht oder was auch immer nicht in das stereotype Bild passen, das unsere Gesellschaft als normal vorschreibt. So viele Faktoren machen immer noch einen Unterschied in der Art, wie Menschen behandelt werden, obwohl wir doch eigentlich alle gleich sind und es an der Zeit ist, dass dies keine Rolle mehr spielt. Doch nicht nur in den USA sollte auf dieses Ziel hingearbeitet werden, sondern auf der ganzen Welt.

Wie kann man helfen? Es gibt viele Wege, dies zu tun. Es können Zurechtweisungen gegen rassistische Bemerkungen oder rassistisches Verhalten sein. Man kann andere Leute darüber informieren und darüber aufklären, sei es im Alltag oder beispielsweise durch Social Media. Wenn die Coronalage es erlaubt, kann man an Protesten teilnehmen und Petitionen unterschreiben. Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen und, auch wenn der Einfluss mancher kleinen Erfolge im Moment winzig erscheinen mag, kann, wenn wir alle zusammenarbeiten, auf Dauer ein großer Unterschied gemacht werden.

Elisa Scholpp

Meine Reise durch Japan

Sicht auf Tokio Skytree – Beerhall Asahi

Tag 3: Tokio

Es ist 08:00 Uhr Ortszeit, der 24. Februar 2020, als wir uns auf den Weg zum Tokyo Skytree machen. Mit der unterirdischen Bahn nicht all zu schwer zu erreichen, wie wir mit Freude feststellen. Der Skytree ist der höchste Fernsehturm der Welt mit einer Gesamthöhe von 634 Metern und nach dem Burj Khalifa in Dubai das zweithöchste Bauwerk der Erde. Er ist aus Stahl und Beton gebaut und wurde 2012 eröffnet. Im Prinzip wurde bei diesem Fernsehturm die gleiche Bauweise angewandt wie die beim Burj Khalifa in Dubai. Und so hoch wie der Skytree in Tokio ist, so weit sieht man von dort oben auch. Die anderen riesigen Bauwerke wirken von dort oben allerdings wie eine Miniaturstadt auf meine Schwester, meinen Opa und mich.

Schließlich laufen wir noch durch das Viertel, in dem der Skytree in den Himmel ragt. Vorbei an der „Beerhall Asahi“ machen wir anschließend noch eine Bootsfahrt über den Sumida-gawa. Während der Fahrt hat man einen spektakulären Blick auf die Skyline Tokios und bekommt ein Gefühl für die Größenverhältnisse und dafür, wie die ganzen Gebäude und riesigen Bauwerke geschaffen sind. Der Unterschied der Größe wird einem erst dann bewusst, wenn man nicht von oben auf die anderen ‚Hochhäuser‘ blickt, sondern nachher von unten an ihnen hoch sieht, zumal sie vom Skytree doch wirklich „winzig“ erschienen sind. Mein Opa macht ein ziemlich treffenden Vergleich, indem er sagt, dass Tokio vom Skytree wie eine Spielzeugstadt ausschaut.
Unsere Bootsfahrt endet am Hamarikyu-Park, durch den wir spazieren. Wie alle japanischen Gärten ist auch dieser eine kleine, geschlossene, erholsame Welt in einer Stadtschaft. Mit den Teichen und Teehäusern wird an die Kultur der Edo-Zeit erinnert. Etwas, das in Gedanken und im Herzen lebt und im Sinn gepflegt wird.

Schon vor der Reise habe ich mich gefragt wie es wohl ist, über die berühmteste Kreuzung der Welt zu gehen. Wenn ich mich nun an die Kreuzung zurück erinnere fällt mir sofort ein Strom an Menschen und eine etliche Anzahl bunter Werbeanzeigen auf riesigen Gebäuden ein. Dass ich das Gewusel von Tokio und besonders das der Shibuya Kreuzung noch immer so vor Augen habe, liegt wohl schlicht und ergreifend daran, dass ich so fasziniert davon bin. Denn dieses Gewusel, das besonders auf der Shibuya Kreuzung an einen Ameisenhaufen erinnert, ist super einprägend. Es ist ein wirklich atemberaubendes Gefühl mit diesen teils 15.000 Menschen die bei einer Ampelwelle über den 45 Meter (in der Diagonale) langen Zebrastreifen huschen, zu gehen. Und genauso faszinierend ist es auch, dass es wirklich funktioniert. Mal wieder herrscht keinerlei Chaos trotz eines so großen Stroms an Menschen die von der Arbeit kommen, oder zu dieser gehen oder von Leuten, die in Shibuya selbst, shoppen gehen wollen. Die Shibuya Kreuzung, die im Bezirk Shibuya, also einem der 23 Statdbezirke Tokios im Osten der Präfektur Tokio liegt, ist nämlich super bunt wegen der ganzen Anzeigetafeln. Man kann sich gut vorstellen dass einige Yen kostet hier Werbung zu zeigen. Da die Kreuzung direkt neben dem Bahnhof liegt und umgeben von Einkaufsläden und Glücksspielhallen ist, trifft man hier wirklich auf jederman.
Jede Minute überqueren tausende Passanten die Kreuzung, und noch nie ist etwas passiert, bloß verlieren kann man sich in diesem Ameisenhaufen leicht.
An der Kreuzung steht die Hachiko Statute, die 1934 in Gedenken an den Hund Hachiko und seinen Besitzer errichtet wurde. Fast jeder kennt die herzzerisende Geschichte der beiden.
Beeindruckt war und bin ich ebenfalls von dem Geräusch der hundert und abermals hundert fallenden Münzen in den Spielhallen. Ein Geräusch das sich mit keinem anderen vergleichen lässt und ein Geräusch dass ich immer noch in meinen Ohren höre, wenn ich mich in Gedanken an den Ort zurück erinnere.

Abschließend zu Tokio kann ich sagen, dass es mir sehr gefallen hat. Das Eintauchen in eine komplett andere Welt ist super interessant und gibt einem die Chance, alles auch einmal mit anderen Augen zu betrachten. Mir gefällt, was ich bis hierher von Japan erlebt habe und ich würde definitiv jederzeit wieder die Chance ergreifen nach Japan zu gehen, wenn es sich ergeben würde.

-Fortsetzung folgt-

Giulietta K.

ADVENTSKALENDER

Liebe LeserInnen,

die Vorweihnachtszeit ist nun vorbei, so wie der ebbesNews Adventskalender. Wir hoffen, er hat Euch gefallen.
Nach einer kurzen Winterpause werden wir im Januar wieder regelmäßig vielfältige Artikel hochladen.

Bis dahin wünschen wir Euch schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Euer ebbesNews-Team

Weihnachtstraum
An der Straßenecke, in der Häuser Gedränge,
in der Großstadt wogender Menschenmenge,
inmitten von Wagen, Karren, Karossen
ist heimlich ein Märchenwald entsprossen,
von leisem Glockenklingen durchhallt,
von Weihnachtsbäumen und Tannenwald.
Da hält ein Wagen, ein Diener steigt aus
Und nimmt den größten Baum mit nach Haus.
Ein Mütterchen kommt und prüft und wägt,
bis endlich den rechten sie heimwärts trägt.
Verloren zur Seite ein Stämmchen stand,
das fasste des Werkmanns rußige Hand.
So sah ich einen Baum nach dem andern
In Schloss und Haus und Hütte wandern,
und schimmernd zog mit jedem Baum
ein duftiger, glänzender Märchentraum.

Froh schaukelnd auf der Zweige Spitzen
schneeweiß geflügelte Englein sitzen.
Die einen spielen auf Geigen und Flöten,
die anderen blasen die kleinen Trompeten,
sie wiegen Puppen, sie tragen Konfekt,
sie haben Bleisoldaten versteckt,
sie schieben Puppentheaterkulissen,
sie werfen mit goldenen Nüssen,
und ganz zu höchst, in der Hand ein Kringel,
steht triumphierend ein pausbackiger Schlingel.
Da tönt ein Singen, ein Weihnachtsreigen –
verschwunden sind alle zwischen den Zweigen.
Am Tannenbaum hängt, was in Händen sie trugen.
Ein Jubelschrei schallt, und von unten lugen
mit Äuglein, hell wie Weihnachtslichter,
glücklich lachende Kindergesichter.

Jacob Löwenberg

Ein Licht
Ein Licht erhellt die Winternacht
ein strahlend heller Schein.
Wie kann denn in so finstrer Nacht,
so etwas möglich sein?
 
Ein Engel schwebt hoch über`m Feld und bringt die frohe Kunde:
“Gott hat euch einen Sohn gesandt“,
so schallt es in die Runde.

Und alle kommen zu dem Kind,
ob arm oder ob reich, denn vor dem Kind in Bethlehem,
da sind alle gleich.
 
Christina Telker

Geschenke in letzter Minute
Na, wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon alle Geschenke zusammen? Falls nicht, habe ich ein paar Tipps:
Wie wäre es beispielsweise mit einem schönem Notizbuch und einem passenden Stift? Eine andere Idee wäre ein Gutschein für einen Ausflug mit Picknick an den Lieblingsort der jeweils beschenkten Person. Über ein Verwöhnpaket mit einem Massage-Öl freut sich bestimmt auch jeder. Zu guter Letzt finde ich einen Brief, in dem du ihr sagst, was du an ihm/ihr magst und warum dir die Person wichtig, ist auch eine schöne Idee. Vielleicht geben euch außerdem die verschiedenen DIYs, die wir bereits gepostet haben, eine Anregung für ein Geschenk in letzter Minute. Und vergesst nie: Lasst euch nicht stressen, Geschenke sind auch nicht alles!

Vegane Spitzbuben 
250g weiche Pflanzenmargarine, 250g Mehl, 140g Puderzucker und 150g Mandeln (gemahlen) zu Teig kneten. In Frischhaltefolie verpackt den Teig 30 Minuten im Kühlschrank legen, dann ca. 3 mm dick ausrollen. Ofen auf 180⁰C vorheizen. Den Teig kreisförmig ausstechen, bei jedem 2. sollte ein Loch in die Mitte gestochen werden. Die Plätzchen ca.7 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Marmelade deiner Wahl auf die Unterseite (die Plätzchen ohne Loch) streichen. Die Oberseite (die Plätzchen mit dem Loch) draufmachen – und fertig!

Geschenke nachhaltig und schön verpacken
Findet ihr es nicht auch oft schade, dass die Verpackungen an Weihnachten nur von kurzer Freude sind und dann meist wieder weggeschmissen werden? Ich habe ein paar Ideen, wie ihr euer Geschenk nachhaltig und schön verpacken könnt.
Für die erste Idee könnt ihr z.B. Zeitungspapier, Seiten aus einem alten Buch, eine alte Landkarte oder einfach ein altes Papier verwenden. Dann verpackt ihr eure Geschenke ganz normal. Zum Zukleben verwende ich Washitape, welches aus Papier und biologisch abbaubar ist. Bei Bedarf kann gerne auch noch eine Jute-Schnur um das Geschenk gebunden oder das Papier bemalt werden.

Für die zweite Idee braucht ihr einfach einen Stoff eurer Wahl oder eine Leinen-Serviette. Zum Verschließen nimmt man einfach die Zipfel und bindet sie über kreuz zusammen. Hier könnt ihr auch Zweige, z.B von einer Tanne oder einer Hagebutte, in den Knoten hinein stecken.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Ideen etwas anregen und euch gefällt es. Schaut gerne auch auf unserem Instagram @ebbesnews vorbei, um meine Geschenk-Verpackungen zu sehen. Mila

Nach einer Ladung Punsch (vor Corona)
Bei den Buden, hell beleuchtet,

wo die Kehle man befeuchtet,

stehen Leute und sie schnüffeln

an dem Glühwein, den sie süffeln.

Leider ist die Luft zu warm,

und der Schneemann ist aus Pappe,

nebenan grinst mit viel Charme

eine Nikolaus-Attrappe.

Vieles hier wirkt theoretisch,

auch der Schnee ist nur synthetisch.

Weil man echten Schnee nicht hatte,

griff man raffiniert zur Watte.

Doch nach einer Ladung Punsch

oder Glühwein, je nach Wunsch,

kriegt die Weihnachtsmarkt-Synthetik

sehr lebendige Ästhetik.

Denn der Schneemann, er bewegt sich,

und der Nikolaus, er regt sich.

Nur ein Glas noch, dann, juchhe,

ist die Watte echter Schnee.

-Alfons Pillach-

Haselnussmakronen
Ofen auf 150° vorheizen – 4 Eiweiß mit einem Rührgerät steifschlagen, nach und nach 250 Puderzucker hinzufügen, 250g Haselnüsse vorsichtig unterheben, 1 TL Zitronensaft hinzugeben, alles verrühren!

Mit einem Teelöffel die Paste auf die Oblaten geben und darauf jeweils eine Nuss legen. Ca 15 Minuten backen!
Fertig sind sie, wenn die Oberfläche einen leichten Braunton bekommen hat. Viel Spaß und Guten Appetit.

Der Bratapfel
Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

(Bayrisches Volksgut)

Geschenkidee: Explosionsbox
Für eine Explosionsbox benötigt man 3-4 unterschiedlich große Boxen, also von klein bis groß gehend. Nun schneidet man alle vier Ecken senkrecht von oben nach unten auf. Jetzt könnt ihr die größte Box vor euch auf den Tisch legen und an die Seiten könnt ihr Bilder oder kleine verpackte Süßigkeiten kleben. Die nächst kleinere Box kommt nun auf den Innenboden dieser Box und das Verfahren wird wiederholt. Wenn ihr nun alle Boxen so verbraucht habt, kommen nun die Deckel auf die Boxen, angefangen bei der kleinsten. Wenn ihr dann bis zur größten angekommen seid und nacheinander alle Deckel abmacht, entsteht ein sehr schöner Effekt. Nun hat man eine Box gefüllt mit Essen oder Erinnerungen.

Festtraditionen in Grönland und Somalia


Wie in so vielen Ländern feiern auch die Grönländer Weihnachten mit einem Weihnachtsbaum, welchen sie mit Kerzen, Julehjerter (Weihnachtsherzen), Papierblumen, grönländischen und dänischen Flaggen, kleinen Präsenten und anderen Ornamenten dekorieren. Am Heiligabend wird dann brav die Christmesse besucht, während Kinder von Haus zu Haus ziehen und Weihnachtslieder singen. Auch ist es Brauch, dass die Männer an Weihnachten die Frauen ausnahmsweise mal verwöhnen – nämlich mit Kaffee. Gegessen wird meist Robben-, Wal- oder Rentierfleisch, zuweilen aber auch Walhaut oder „Kiviak“, ein Fleischgericht mit Fett, Blut, Kräutern und Beeren, das in Robbenbalg gewickelt und durch Gefrieren konserviert wird. Heilbutt und geräucherter Lachs sind auch nicht untypisch. Die Geschenke bringt der Weihnachtsmann auf einem Hundeschlitten.

Die Somalis dagegen sind überwiegend Muslime, daher existiert dort die religiös begründete Tradition des jährlichen Weihnachtsfests nicht. Jedoch feiert man in Somalia (so wie in vielen anderen Ländern der Welt) das Zuckerfest, direkt nach dem Fastenmonat. Süßigkeiten werden verspeist, ein gemütliches Beisammensein der Familie mit anschließendem Besuch in der Moschee. In manchen Familien gibt es sogar eine kleine Bescherung für die Kinder! Das Zuckerfest ist unserem Weihnachten also gar nicht mal so unähnlich – abgesehen von dem Datum natürlich.

Bärentatzen 
3 Eiweiß zu Schnee schlagen, 250g Puderzucker hinzugeben, nochmals ca. 5 Minuten schlagen, 250g Mandeln, 1 TL Zimt und 125 g geriebene Zartbitterschokolade zugeben.

Nuss-große Stücke zu Kugeln formen und in Form für Bärentatzen drücken (traditionell aus Holz), die zuvor mit normalem Zucker ausgestreut wird. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Bei 130 ca. 15-20 Minuten backen lassen.

Lecker!

DIE WEIHNACHTSFABEL DER TIERE
Dieses Jahr muss der Stuttgarter Weihnachtsmarkt leider ausfallen. Um ein bisschen das Gefühl zu übermitteln, habe ich hier für euch die traditionell jedes Jahr an der Eröffnungsfeier vorgelesene Geschichte: Die Tiere diskutierten einst über Weihnachten… Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei. „Na klar, Gänsebraten“, sagte der Fuchs. „Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?“„Schnee“, sagte der Eisbär. „Viel Schnee.“ Und er schwärmte verzückt von der weißen Weihnacht. Das Reh sagte „Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.“ „Aber nicht so viele Kerzen“, heulte die Eule. „Schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache.“ „Aber mein neues Kleid muss man sehen“, sagte der Pfau. „Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist es für mich kein Weihnachten.“ „Und Schmuck!“ krächzte die Elster. „Jede Weihnachten bekomme ich was: einen Ring, ein Armband. Oder eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.“ „Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen“, brummte der Bär, „das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten.“ „Mach’s wie ich:“ sagte der Dachs, „pennen, pennen, pennen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich: Mal richtig pennen.“ „Und saufen“, ergänzte der Ochse. „Mal richtig einen saufen und dann pennen.“ Aber da schrie er „aua“, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. „Du Ochse du, denkst du denn nicht an das Kind?“ Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte „Das Kind. Jaja, das Kind – das ist doch die Hauptsache. Übrigens“, fragte er dann den Esel, „wissen das eigentlich die Menschen?”

Vanillekipferl
250g Mehl, 210g Butter, 100g gemahlene Mandeln, 80g Zucker und 2 Pck. Vanillezucker zu einem Teig verkneten. Den Teig 30 Min in den Kühlschrank legen. Danach den Teig zu einer Schlange rollen und in gleich große Stücke zerteilen, die kleinen Teile zu Halbmonden formen und auf ein Backblech legen. Den Ofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen, die Kipferl für ca. 10-15 Min backen, bis sie eine leichte Bräune bekommen haben. Die Kipferl nun für ca. 3 Min abkühlen lassen und dann in eine Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker legen. Achtung: Sind die Kipferl zu warm, können sie brechen, sind sie zu kalt, haftet der Puderzucker nicht mehr. Viel Spaß beim Backen!

DIY Geschenk – Windlichter aus Konservendosen
Man braucht nur: 1 saubere Konservendose (ohne Deckel), 1 spitzen Gegenstand, mit dem man Löcher in die Dose machen kann, z.B. Nägel/Schere/Schraubenzieher
Hat man sich ein passendes Motiv wie Sterne, Herzen u.v.m. ausgesucht, kann es schon losgehen. Man kann sein Motiv zur größeren Sicherheit vorzeichnen.
Sehr praktisch ist es, einen Holzstab zum Stabilisieren in die Dose zu stecken, um dann mit den Nägeln das gewählte Motiv in die Dose zu stechen. Stellt man jetzt eine Kerze hinein, hat man ein Windlicht, das schöne Schatten wirft.

DIY Badekugeln – Für 2 Badekugeln
40 g Natron, 20 g Zitronensäure in Pulverform und 10 g Speisestärke vermischen. 10 g Kokosöl (muss flüssig, aber NICHT heiß sein) mit ätherischen Öl deiner Wahl vermischen und Lebensmittelfarbe hinzugeben.
Den flüssigen Teil langsam hinzugeben. Jetzt kannst du entweder die Masse in den Händen zu Kugeln formen oder sie in eine Form deiner Wahl pressen. Die Masse muss jetzt ein paar Stunden abgekühlt werden. Vor dem Gebrauch sollten die Badekugeln 1 bis 2 Tage lufttrocknen. Viel Spaß beim Nachmachen!

Tücken der Finsternis
Ganovenartig schleicht herum

ein Kerl mit roter Mütze,

und passt nicht auf, das ist sehr dumm,

er latscht in eine Pfütze.

Er kurvt im Dunkeln um das Haus,

sieht kaum die Hand vor Augen,

und rutscht auf nassem Laub noch aus,

schlägt hin, man will´s kaum glauben.

Wer mag das sein,

der Rot-Rock-Schleicher,

der Sackträger und Dunkelfürst?

Ist er der Bringer guter Gaben,

so kommt er her, wir woll´n und laben.

Bestimmt ist es der Nikolaus,

der spät noch dreht die Runden

im Finsteren von Haus zu Haus,

und das noch viele Stunden.

Pardauz, schon fällt er wieder hin,

und macht ein dumm Gesicht,

drum ist der Rat dieser Geschicht:

Gehst du des nachts vors Haus, nimm ein Licht.

Klaus-Gunther Häuseler

REZEPT FÜR ZIMTSERNE (glutenfrei)
3 Eiweiß steif schlagen und 250 g Puderzucker reinsieben und vorsichtig unterrühren, 2 EL zur Seite stellen für die Glasur. 1 Pck. Vanillezucker, 3 Tropfen Bittermandel- Aroma, 1 TL Zimt und 150 g Mandeln/Haselnüsse unter den übrigen Eischnee rühren. 250g Mandeln/Haselnüsse mit der Hand unterkneten, bis der Teig nicht mehr klebt. Die Arbeitsfläche mit etwas extra Puderzucker bestäuben, den Teig ca. 1/2 cm dick darauf ausrollen, Ausstecher mit Wasser anfeuchten, die Sterne ausstechen und auf ein mit Packpapier belegtes Blech legen. Die Sterne mit der übrigen Eiweiß-Mischung bestreichen.
 Bei ca. 140°C Ober- und Unterhitze/ca. 120°C Heißluft/Gas auf Stufe 1 (alles vorgeheizt) für ca. 25 min. in den Ofen.
 Beim Rausnehmen sollten die Sterne an der Unterseite noch etwas weich sein. Zimtsterne vom Blech entfernen, auskühlen lassen und gut verschlossen aufbewahren.



Ob ins Gebirge, ob ans Meer,
der Nikolaus kommt sehr weit her.
Ja selbst auf allerplatt’stem Land,
füllt er die Schuhe bis zum Rand.

-Unbekannt-

WEIHNACHTEN IN AUSTRALIEN
Da wir dieses Jahr ja alle kaum reisen konnten und so vor allem den Austausch mit anderen Kulturen stark missen müssen, werde ich euch hier verraten, wie Weihnachten auf der anderen Seite der Welt in Australien zelebriert wird.
Der 24. Dezember liegt in Australien nämlich mitten im Hochsommer und es kann gut sein, dass man Heiligabend anstelle mit Schnee am Strand mit rund 40°C im Schatten feiert. Die Vorweihnachtszeit der Australier ist längst nicht so ausgeschmückt wie bei uns. Es gibt weder Advent, noch Nikolaus und der ganze Fokus liegt auf dem Abend des 24. und dem darauffolgenden ganzen Tag des 25. Dezembers.
Doch was es in Australien an Vorweihnachtszeit und Schnee nicht gibt, wird meist mit unzähliger Dekoration in Form von Lichtern und Kugeln aller Arten ausgeglichen. Oft findet ein regelrechter Wettkampf in den Nachbarschaften statt: darum, wer das Haus mit am meisten Schmuck behängen kann.
Am 24. findet abends ein traditionelles Essen statt, mit Familie und Freunden. Es gibt gefüllten Truthahn, „Roasted Ham“ (=gerösteter Schinken, allerdings eher eine Art Braten), als Beilagen Salate und Gemüse und zum Nachtisch Pflaumen-Pudding.
Erst am Morgen danach, dem 1. Weihnachtsfeiertag, bringt, ähnlich wie in Amerika und England, Santa Claus die Geschenke. Nachts kommt er durch den Schornstein und legt die Geschenke unter den (unechten) Weihnachtsbaum oder in die Strümpfe, die am Kamin hängen. Anschließend treffen sich die Leute am Strand, grillen gemeinsam oder gehen ins Restaurant und verbringen den Tag recht simpel und gechillt.
Am 2. Weihnachtsfeiertag fahren viele Familien dann in den Urlaub oder plündern die Geschäfte, welche geöffnet haben und mit starken Rabatten die Kundschaft anlocken.

GLÜHWEIN
1 Flasche trockenen Bio-Rotwein (z. B. Spätburgunder), 1 Bio-Orange in Scheiben, 2 Stangen Zimt, 3 Gewürznelken, 2-3 EL Zucker, Honig oder Agavendicksaft – optional: Vanilleschote

Den Wein mit den restlichen Zutaten auf mittlerer Stufe erwärmen, nicht zum Kochen bringen. Nach dem Erwärmen etwa 1 Stunde ziehen lassen. Durch ein Sieb geben und nochmals erwärmen vor dem Servieren. Zum Wohl!

Ps: Wer den Glühwein lieber alkoholfrei trinkt, ersetzt den Rotwein einfach durch Apfelsaft oder Traubensaft 😉

VOM CHRISTKIND
Denkt euch – ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rot gefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh;
Denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her –
was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
meint ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin:
Es roch nach Äpfeln und Nüssen!

Anna Ritter (1865-1921)

GUTES TUN ZU WEIHNACHTEN
Gerade an Weihnachten sollte jeder eine schöne Zeit genießen und am Fest der Liebe teilhaben.
Oft gehen die wichtigen Dinge im Vorweihnachtsstress unter. Gerade deshalb finde ich es wichtig, sich auf den wirklichen Wert zu besinnen und etwas Gutes zu tun.

Die Stadt Stuttgart hat auch in diesem Jahr wieder, allerdings coronabedingt nur online, einen „Weihnachtsbaum der Kinderwünsche“ organisiert, um sehr kranken oder sozial benachteiligten Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen. Wer mehr dazu wissen und vielleicht auch spenden möchte: https://kinderwuensche.stuttgart.de

SCHOKOLADEN-BANANEN-MUFFINS
Backofen vorheizen auf 200° Ober- Unterhitze

125 g Butter oder Magarine, 125 g Zucker, 1/2 Pck.Vanillezucker schaumig schlagen, 2 Eier unterrühren
. 2TL Backpulver mit 125 g Mehl mischen, 2 EL Kakao beifügen und auf die Ei-Masse sieben
. 2 reife Bananen mit Gabel zerdrücken und mit 2 EL Ahornsirup verrühren. Unter den restlichen Teig mischen. In Papierförmchen füllen
, 25 min backen. 
5-10 min auskühlen lassen.

Ich liebe dieses Rezept und kann nicht genug davon bekommen und ich hoffe euch gefällt es genauso! Einen schönen ersten Dezember und viel Spaß bei unserem Adventskalender!

Buchempfehlung

“No und ich“ ist ein Taschenbuchroman der französischen Autorin Delphine de Vigan.
Er handelt von zwei Mädchen, No und Lou. Sie gleichen sich beide nicht einmal ansatzweise und doch kommt es zu einer festen Freundschaft zwischen den beiden.
Während Lou 13 Jahre alt ist und hochbegabt ist, ist No 18 und wohnt auf der Straße. Durch eine Präsentation in ihrer Schulklasse, die Lou über das Leben einer Obdachlosen jungen Frau halten soll, trifft sie zufälligerweise auf No. Nach einer Weile lässt sich No auf Gespräche ein und nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen.
Doch es ist keine Freundschaft, die man vielleicht als „normal“empfindet, denn beide haben ganz unterschiedliche Probleme mit sich selbst und ihrem Umfeld.
Lou möchte No bei sich aufnehmen. Nachdem sie ihre Eltern davon überzeugen kann, dass No keine Umstände machen würde, darf No bei ihnen wohnen. Durch No fühlt Lou sich wohler und nicht mehr so allein, doch nachdem No einen Rückfall ihres Alkoholproblems hat, läuft vieles schief, bis Lous Eltern sie wieder rauswerfen. Und nun müssen neue Probleme bewältigt und beseitigt werden und vieles kommt auf die zwei Mädchen zu.

„Bevor ich No kennenlernte, dachte ich, Gewalt, das seien Schreie, Schläge, Krieg und Blut, jetzt weiß ich, dass Gewalt auch im Schweigen sein kann, dass sie manchmal nicht mit bloßem Auge zu erkennen ist. Gewalt ist diese Zeit, die die Wunden verdeckt, die unerbittliche Abfolge der Tage, die Unmöglichkeit einer Rückkehr in die Vergangenheit. Gewalt ist das, was wir nicht begreifen, sie schweigt, sie zeigt sich nicht. Gewalt ist, was sich nicht erklären lässt, was für immer undurchsichtig bleibt.“

“No und ich” ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch, denn es schärft den Blick dafür, dass die Welt nicht nur „schön und bunt“ ist, und rüttelt auf. Empfehlenswert!

Monoke M.

Black Lives Matter

Wahrscheinlich haben die meisten von euch in letzter Zeit etwas von der großen Anti-Rassismus Bewegung gehört, die momentan vor allem in den USA in Form von riesigen Protesten, aber auch in vielen anderen Teilen der Welt unter dem Namen „Black Lives Matter“ von sich Hören macht.
Aber was genau ist das Ziel dieser Bewegung, wodurch wurde sie ausgelöst, wer führt sie an und wie soll dieses Ziel erreicht werden? 

Am 25. Mai diesen Jahres wurde der dunkelhäutige Amerikaner George Perry Floyd in den Straßen von Minneapolis durch Polizeigewalt ermordet. Er hatte angeblich mit einem gefälschten 20$ Schein bezahlt, woraufhin die Polizei gerufen wurde und ihn zu Boden drängte. Dort lag er dann, mit dem Knie des Polizisten Derek Chauvin auf dem Hals, sagte über 20 mal, er könne nicht atmen, nach sechs Minuten war er nicht mehr ansprechbar und schließlich nach 8 Minuten und 46 Sekunden der Atemnot vollkommen bewusstlos und ohne Puls. Nachdem endlich der Krankenwagen gerufen wurde, wurde Floyd – eine Stunde nach dem Vorfall – im Krankenhaus für tot erklärt. Da umherstehende Passanten einen großen Teil des Vorfalls filmten und ins Internet stellten, war es möglich, der ganzen Welt so die ‚Minderwertigkeit‘ dunkelhäutiger Menschen in den USA vor Augen zu führen.

Dieser Fall wird vielen von uns sicherlich komplett befremdlich und ungewohnt erscheinen, schon allein, weil es Gewalt und öffentlichen Rassismus in diesem Ausmaß hier in Deutschland wohl nicht gibt. Doch ob man es glaubt oder nicht, dieser Fall war in den USA längst nicht der erste.
Fakt ist, dass der Anteil der Dunkelhäutigen an der Bevölkerung der USA 2015 12% betrug, jedoch 26% der durch Polizei im Einsatz getöteten Menschen eine dunkle Hautfarbe hatten. Welche dieser Fälle auf Rassismus zurückzuführen sind, ist unklar, doch die Zahlen und Schlagzeilen sprechen in diesem Fall schon für sich. 

Zwar ist Floyd nur einer unter vielen – BreonnaTaylor, Ahmaud Arbery, Eric Garner, Tony McDade, Dion Johnson, Michael Brown, Tamir Rice, Walter Scott, Alton Sterling, Philando Castile, StephonClarke, um hier nur ein paar der bekanntesten Todesfälle Dunkelhäutiger durch Polizeigewalt zu nennen (die Liste könnte noch beliebig weitergeführt werden) -,  doch trotzdem war sein Fall, unter anderem auch durch die enorme Aufmerksamkeit, die er in den sozialen Medien erlangte, der, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Menschen in den USA haben nun endlich genug.

„I can´t breathe“; „Say their names“, „Black LivesMatter“, „No justice, no peace“. Tagelang hörte man in den US-amerikanischen Städten wie Washington D.C., Los Angeles, Houston und in Staaten wie Illinois und New York diese Rufe durch die Straßen schallen.
Das Ziel sind vor allem friedliche Proteste – auch wenn sie leider öfters ausarten – gegen die Unterdrückung Dunkelhäutiger, aber auch Latinos und vieler anderer Menschen, die täglich unter den Einstellungen der Gesellschaft und der Gewalt der Polizei leiden müssen. Die Bewegung hat keinen wirklichen Anführer, jeder geht aus seinem eigenen Willen heraus protestieren, Dunkelhäutige sowie Weiße, um ein besseres, gerechteres Amerika zu schaffen. In einigen Staaten verwendet die Polizei Tränengas und Gewalt, um die Proteste stillzulegen. Doch die Menschen lassen sich nichts mehr gefallen. 

Die Bewegung „Black Lives Matter“ schwappte auch schnell nach Europa und in andere Teile der Welt über. Auch in Deutschland gingen mehrere tausend Menschen auf die Straßen und protestierten.
Sogar hier in Stuttgart fanden mehrere Proteste statt, denn niemand kann sich hier etwas vormachen: Rassismus existiert auch bei uns, wenn auch vielleicht nicht in dieser extremen und offensichtlichen Form. Wer zu dieser Zeit auf allen möglichen Social Media Plattformen unterwegs war, hat sicher auch schon das Hashtag #BlackLivesMatter gesehen, welches für mehrere Wochen ganz oben in den Trends war. Jeder Influencer und Prominente hat etwas dazu gepostet, ob er es ernst meinte oder nicht.

– Fortsetzung folgt –

von Elisa S.

Meine Reise durch Japan


Tag 2: Tokio
Am nächsten Morgen, es ist der 23. Februar 2020, geht es um 8:30 Uhr aus dem Hotel. Mit der Bahn fahren wir bis Nishi-Shinjuku, wo einer der vielen Wolkenkratzer steht, der Mode Gakuen Cocoon Tower. Es zieht sich spindelförmig in die Höhe von 204 Metern und dient als Ort für Berufsfachschulen. Insgesamt etwa 10.000 Schüler werden dort ausgebildet.
Einige Straßen weiter befindet sich das Rathaus mit einer Höhe von 243 Metern und 48 Stockwerken. Hier liegt die komplette Stadtverwaltung Tokios. Oberhalb des 33. Stockwerkes gabelt es sich in zwei Teile und erinnert dadurch an eine gotische Kathedrale. Von dort oben haben wir einen wunderbaren Blick und ich sehe sogar den Berg Fuji.

Noch ein wunderbarer Park, durch den wir an diesem Tag gehen, ist der Ueno Onshi Park. Und ob man es glaubt oder nicht, es blühen schon die ersten Kirschblüten und das zu dieser Jahreszeit. Vor allem der Ueno Park mit einer ewig langen, nicht enden wollenden Allee aus Kirschblüten ist der Place to be zur Kirschblütenzeit. Familie und Freundesgruppen treffen sich dann dort und picknicken.
Der Toshogu Schrein, bei welchem eine spürbar heilige und friedlich Atmosphäre herrscht, wurde 1627 zu Ehren des Tokugawa Ijeasu erbaut. Der Wind, der durch die Blätter in den Bäumen weht, ist zu hören. Ein wirklicher Ort der Ruhe und des Seins, magisch.
Wer schon einmal im Ueno Park gewesen ist, weiß, wie viel Zeit man dort verbringen kann. Ein Tag allein reicht kaum, um durch den ganzen Park zu gehen … und das Tokyo National Museum, in dem man auch unbedingt mal gewesen sein muss, hat wesentlich mehr zu bieten als an einem Tag machbar zu besichtigen ist. Der Park besitzt sogar einen Zoo … er hat also wirklich viel zu bieten, ob mit/voller Attraktionen für Jung oder Alt.

Und dann gibt es da in Tokio noch ein Viertel, das voller bunter und verrückter Menschen ist. Die Takeshita Street, eine 400 Meter lange Straße, führt genau hindurch, in ihr gibt es wirklich alles, was ein Kinderherz begehrt. Ein richtiges Paradies also, was aber genauso gerne von der Jugend in Japan besucht wird. Alles glitzert, funkelt und leuchtet. Von Mode bis Essen findet man hier wirklich alles. Sehr beeindruckend und etwas, das mir noch jetzt bildlich in Gedanken erscheint, wenn ich an Japan zurückdenke.

Wieder am Bahnhof, nicht weit von unserem Hotel, erkunden wir diesen. Denn die japanischen Bahnhöfe haben etwas, das uns nicht einmal im Traum einfallen würde: Unter dem Bahnhof gibt es eine Stadt! Die besteht aus etlichen Geschäften und vielen hunderten Gängen, in denen man sich nur zu leicht verlaufen kann, wie wir schnell bemerken. Das Ganze lässt sich sehr gut mit einem Ameisenhaufen vergleichen, wie meine Schwester, mein Opa und ich finden.

– Fortsetzung folgt –

Giulietta K.