Glück

Oft ist es in meinem Leben so, dass ich in dem ganzen Alltagsstress vergesse, was mich glücklich macht. Es sind die kleinen Dinge, die mich glücklich machen: Blumen, die frische Luft, einen heiße Tasse Tee, ein nettes Wort, die Sonne, die mein Gesicht anstrahlt und mir damit ein Lächeln in das Gesicht zaubert, ein Treffen mit meinen Freunden, die funkelnden Sterne abends, Yoga, der Duft nach frisch gemähtem Rasen und Sommerregen. Diese simplen Dinge nehme ich aber leider oft wegen dem ganzen Alltagsstress schlichtweg nicht wahr. Ich nehme mir in diesem Moment nicht die Zeit, einmal durchzuatmen und sie zu genießen, denn so viele Verpflichtungen, die ich habe, müssen erfüllt werden.

Dann komme ich immer wieder an einen Punkt, wo ich mich frage: „Was machst du!?“ In diesem Moment fällt mir meine Umgebung wieder aktiver auf. Kleinigkeiten wie Blumen am Straßenrand. Und dann frage ich mich, was so wichtig sein kann, dass es mich davon abhält, die Dinge zu genießen, die mich glücklich machen.

Es gibt so viele Dinge, die einen ablenken und einen davon abhalten, sein Glück zu ergreifen. Bei mir ist es oft mein Handy. Ich weiß ganz genau, dass ich noch viel zu erledigen habe, doch die „Sozialen Medien“ sind dann in diesem Moment „wichtiger“. Auch wenn dieser Fall nicht allzu oft bei mir vorkommt, helfen mir gewisse selbsterstellte Regeln, mich auf die Dinge zu fokussieren, die ich gerade zum Glücklichsein brauche. So nehme ich z.B, wenn ich mit der Familie spazieren gehe, mein Handy nicht mit. Wenn ich doch mit dem Handy unterwegs bin, versuche ich es so wenig wie möglich zu benutzen. Auch helfen mir Zeitbegrenzungen, die man meistens in der beliebigen App, wie gewünscht einstellen kann. Damit funktioniert die „Internetkontrolle“ ganz gut.

Obwohl ich versuche das Glück mehr in den Vordergrund meines Lebens zu stellen, habe ich auch Wochen, an denen mir Glücklichsein nicht so gut gelingen will. Bei mir kann das situationsbedingt sein, aber es kann auch einfach an dem Zeitpunkt liegen. Was ich dann nicht mache, ist, mich unter Druck zu setzen, denn das bewirkt bei mir, dass ich unglücklich werde. Ich setze mich irgendwo an die frische Luft und klopfe mir mal selber auf die Schulter. Denn wenn man sich überlegt, wie viel man schon als Schüler leisten muss, ist der Schulterklopfer meiner Meinung nach durchaus berechtigt. So verschwindet unterschiedlich schnell dieses Gefühl von Überforderung, und ich kann mich wieder mit neuem Glücksgefühl an die Arbeit machen.
Während des Schreibens habe ich mich gefragt, woher dieses Glücksgefühl kommt? So habe ich ein bisschen angefangen zu recherchieren. Hier eine kleine Erklärung:

Glück entsteht im Gehirn. Dort haben wir Zellen, man nennt diese „Glückszellen“ auch Neuronen, diese nehmen elektrische Signale auf und leiten sie weiter. Wenn uns etwas Gutes passiert oder wir etwas machen, was uns Spaß macht, werden von dem Belohnungszentrum Glückshormone „abgeschickt“. Diese sind sehr gesund und wichtig für unseren Körper.

Als Schluss möchte ich noch etwas ergänzen. Ein Leben lang nur glücklich sein kann niemand. Phasen zu haben, in denen man vielleicht auch nicht glücklich sein möchte, sind völlig normal. Manchmal muss man auch über etwas trauern und kann deswegen nicht glücklich sein. Doch während des Redens lösen sich meistens die Probleme von alleine, da man zusammen Lösungen findet. Mein Motto ist deshalb: Hinfallen, aufstehen Krone richten und weitermachen.

Amelina Schneck