Rostik & Wowa

Ich bin Rostik, bin 14 Jahre alt und komme aus Kiew. Kiew ist alles in allem schön, auch wenn natürlich nicht alles gut war. Hier in Deutschland sind die Menschen generell ziemlich fröhlich, das gefällt mir. Auch die Schule ist schön, ich gehe jetzt in die 8A und das Essen schmeckt auch gut.
Ich habe mir selber Gitarre spielen beigebracht – es liegt mir einfach im Blut. Sobald ich es einmal probiert hatte, konnte ich einfach spielen. Allerdings habe ich noch nie bei einem Konzert gespielt.
Öfters falle ich wegen meines außergewöhnlichen Kleidungsstils auf, aber ich kann nicht sagen, ob mir Mode wichtig ist. Ich ziehe einfach an, was mir gefällt. Ich weiß noch nicht, welchen Beruf ich später mal ausüben will. Falls das mit der Musik klappt, wäre es cool. Aber wenn nicht, ist auch was anderes voll in Ordnung. Ich arbeite auch gerne mit Holz. Ich will einfach viele Dinge machen und nicht an einem Platz stehen bleiben, sondern mich immer weiterentwickeln.

Ich heiße Wowa, bin 14 Jahre alt und komme auch aus Kiew – eine Stadt mit einer großen Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten.
Ich mag es gerne zu malen, doch seit dem Krieg kann ich es nicht mehr so wie früher und habe eine Art Blockade.
Wie viele andere Jugendliche mag ich Videospiele. In Deutschland bekam ich über die Eltern einer Mitschülerin eine Wohnung vermittelt, wo ich zusammen mit meinem Zwillingsbruder (Rostik) wohne. In der Nähe gibt es einen schönen, großen Park, in dem man sich gut selbst verlieren kann.
Ich habe schon viele neue Freundschaften geschlossen, sowohl mit Ukrainern, als auch mit Deutschen. Und auch die Lehrer sind sehr freundlich und man merkt, dass sie sich – selbst wenn man etwas zu spät kommt – freuen, einen zu sehen. In Deutschland ist jeder Mensch freundlich zu jedem, egal wie derjenige aussieht oder was er denkt.
Doch auch wenn es hier toll ist: Ich will trotzdem zurück nach Hause.

Anna & Slata

Hallo, ich bin Anna, bin 16 Jahre alt und komme aus Kiew. Wegen des Krieges musste ich weg, hier in Stuttgart wohne ich jetzt alleine bei ukrainischen Bekannten. Es ist nicht so einfach, sich alleine zurechtzufinden, mit der neuen Sprache und so weiter.
Hier in der Schule gehe ich in die 10B, es ist ganz anders als bei mir. Ich war es gewohnt, immer bis spät in die Nacht Hausaufgaben zu machen, hier ist alles viel entspannter. Ein Fach hier mag ich besonders gerne, welches es bei mir nicht gibt: Eurythmie. Ich habe festgestellt, dass, wenn ich die Bewegungen ausführe, es mir gut tut.

Ein sehr großes Hobby von mir ist das Akkordeonspielen. Ich mache das schon, seit ich sechs Jahre alt bin. Hier in Stuttgart habe ich sogar einen Lehrer gefunden, mit dem ich jetzt einmal in der Woche üben kann. Musik mache ich sehr gerne. Das Schulorchester hier an der Schule ist besonders schön. Generell ist hier alles so schön, und die Lehrer und Mitschüler sind sehr nett.
Ich weiß noch nicht, wie es weitergehen wird. Ich möchte aber unbedingt etwas mit meinem Akkordeon machen. Vielleicht möchte ich noch zum Akkordeon singen, auch komponieren möchte ich. Ich schaue wie mein Leben verlaufen wird.

Hallo, ich heiße Slata, bin 15 Jahre alt und komme aus Odessa. Odessa ist eine wunderschöne Stadt im Süden der Ukraine am schwarzen Meer. Es gibt dort sehr viele schöne Sehenswürdigkeiten. Wir haben schöne Strände und ein wirklich tolles Opernhaus, es heißt wie die Stadt.
In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, tanze klassischen Tanz und singe.

Hier in der Schule habe ich schon viele Freunde gefunden. Die Atmosphäre hier ist sehr schön. Ich mag die Menschen hier, sie sind alle nett. Das Essen in der Küche ist wirklich sehr lecker. Trotzdem würde ich gerne wieder zu mir nach Hause. In Odessa habe ich auch eine Katze, sie heißt Bonja. Später möchte ich gerne einmal studieren. Jetzt muss ich schauen, wie es weitergeht, mein Leben.

Sag bloß! – 38 Minuten Krieg

Egal, in welcher Zeitepoche die Menschheit sich befindet, Kriege wird es wohl immer geben. Dies ist ein trauriger Fakt, der gerade auch durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verstärkt ins Bewusstsein gerückt ist. Die meisten Kriege dauern mehrere Jahre lang an und so steigen die Todeszahlen und das Elend der Zivilbevölkerung immer weiter und weiter. Doch es gab auch kleinere Konflikte in der Geschichte der Menschheit wie den Britisch-Sansibarischen Krieg 1896. Dieser Krieg gilt mit einer Dauer von nur 38 Minuten als kürzester Krieg jemals.

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China – aufsteigende Weltmacht?

Teil 3: Bedrohliche Entwicklungen
China versucht durch die Schein-Zulassung von etwas Kritik und einer sehr ausgeprägten Unterhaltungsindustrie ein lockeres Bild für die Bevölkerung zu schaffen. Doch Systemkritiker gibt und gab es überall. Ab einem gewissen Zeitpunkt war es für die Regierung leichter, mit einem Sozialpunktesystem für Ordnung zu sorgen als dadurch, die Leute einzusperren.

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